6 häufige Fehler beim Onboarding von Remote-Mitarbeitern

Eine neue Mitarbeitern im Homeoffice macht ihr Onboarding ohne Fehler.

Gute Mitarbeiter zu finden, ist keine einfache Sache. Da werden mir die meisten Unternehmer wohl zustimmen. Daraus resultiert, dass Unternehmen oft hohe Summen einsetzen, um die geeignetsten Angestellten für ihre Aufgaben gewinnen und erfolgreich in die eigenen Strukturen zu integrieren.

Gerade wenn es jedoch um die sogenannten Remote-Mitarbeiter geht, machen viele Unternehmen immer wieder die gleichen Fehler. Welche das sind und wie Du sie vermeiden kannst, erfährst Du in den folgenden Zeilen!

1. Zu lange auf den Start warten

Auf den ersten Blick mag es logisch klingen, dass die Einarbeitung der neuen Mitarbeiter auch am ersten Arbeitstag beginnt. Doch das ist zu spät, denn Du solltest so früh wie möglich damit anfangen.

Grundlegende Infos sollten bereits vor dem Starttermin ausgehändigt werden. Dazu gehören zum Beispiel Account-Zugänge, generelle Betriebsabläufe und ein Überblick über das bestehende Team.

Abgesehen davon, dass so der Start selbst erleichtert wird, hat es auch einen Vorteil für die neuen Mitarbeiter. Denn diese sind wahrscheinlich etwas aufgeregt und können es gar nicht abwarten, bei Dir im Unternehmen zu beginnen. Wenn Du sie schon im Vorfeld mit einigen Unterlagen fütterst, wird dies ihre Vorfreude und ihren Ehrgeiz beflügeln.

2. Homeoffice-Mitarbeiter zu Hause lassen

Jeder Onboarding Prozess ist kompliziert, auch wenn die einzuarbeitenden Mitarbeiter jeden Tag im Büro sind. Richtig schwierig wird es, wenn die Mitarbeiter nicht einmal vor Ort sind.

Es mag viele Situationen geben, in denen es keine Alternative zum Ferntraining gibt. Wenn es jedoch die Möglichkeit gibt (zumindest gelegentlich) die neuen Mitarbeiter im Büro anzulernen, dann solltest Du diese Möglichkeit nutzen. Auch wenn der spätere Arbeitsplatz der Remote-Mitarbeiter in den eigenen vier Wänden liegt, können die ersten zwei Wochen bei Dir im Büro verbracht werden. Dort lernen sie nicht nur etwas über die verwendeten Systeme und Verfahren in Deinem Unternehmen, sondern knüpfen auch persönliche Kontakte mit den Kollegen, mit denen sie später auch zusammenarbeiten werden.

3. Keine klaren Erwartungen setzen

Mit Punkt 2 lässt sich auch prima an diesen Punkt anknüpfen, denn eine solche Unterlagenmappe kann auch einen Teil über Deine Erwartung an die neuen Mitarbeiter beinhalten. Doch selbst, wenn Du sie erst zu Beginn ihrer Arbeitszeit damit vertraut machen möchtst, unterschlagen ist hier definitiv keine Option.

Insbesondere Remote-Mitarbeiter benötigen eine klare Anweisung für ihre Arbeit, denn mal eben bei den Kollegen nachfragen, wenn etwas unklar ist, geht im Homeoffice nicht so leicht. Dieser Punkt gilt jedoch auch für die spätere Arbeit der Remote-Mitarbeiter. Lasse sie also immer detailliert wissen, welche Aufgabe sie zu erfüllen haben und wie es mit der zukünftigen Karriereleiter, Leistungsbeurteilungen etc. aussieht.

Die Technik funktioniert, so gelingt das Onboarding fürs Homeoffice fehlerfrei.

4. Die Technik vergessen

Mal angenommen neue Mitarbeiter kommen am ersten Arbeitstag ins Büro und der Arbeitsplatz ist noch nicht ganz funktionsbereit. Der PC ist noch nicht angeschlossen oder das Telefon noch freigeschaltet. Das mag kein allzugroßes Problem sein, denn irgendein Rechner findet sich immer. Doch für Mitarbeiter im Homeoffice sieht das völlig anders aus, denn hier muss wirklich alles vom ersten Tag an funktionieren.

Das liegt auch ganz besonders an der Eingewöhnung, denn selbst wenn (wie ich in Punkt 2 schrieb) Remote-Mitarbeiter die ersten zwei Wochen im Büro sind, sollten sie auch an den Geräten arbeiten, welche sie später zu Hause benutzen. Stelle daher sicher, dass der Laptop und/oder das Smartphone auch wirklich zur Verfügung stehen und keine Ausweichtechnologie verwendet werden muss.

5. Am kontinuierlichen Aufbau sparen

Ob nun 3 Tage oder 3 Wochen, häufig werfen Unternehmen ihre neuen Mitarbeiter ins kalte Wasser, sobald die „Einarbeitung“ vorbei ist. Doch selbst wenn alle grundlegenden Anweisungen und Abläufe vermittelt wurden, ist der Onboarding Prozess noch lange nicht abgeschlossen.

Ganz besonder Mitarbeiter im Außendienst oder im Home-Office benötigen eine wesentlich längere Begleitung. Wenngleich diese nicht ganz so intensiv sein muss. Hier kannst Du auf unterschiedliche Methoden zurückgreifen. Befinden sich neue Mitarbeiter beispielsweise in räumlicher Nähe zu Deinem Unternehmen, dann setze wöchentliche oder monatliche Team-Meetings an. Auch eLearning-Systeme sind eine hervorragende Wahl, um aktuelle Entwicklungen oder begleitende Schulungen für Remote-Mitarbeiter bereitzustellen.

6. Feedback ignorieren

Der vielleicht größte Fehler, den Unternehmen im Umgang mit ihren Remote-Mitarbeitern machen, ist das verfügbare Feedback zu ignorieren. Nicht nur Deine Mitarbeiter lernen etwas bei einer guten Einarbeitung, sondern auch Du selbst kannst etwas lernen.

Du kannst während und nach einer Einarbeitung von den Erfahrungen Deiner neuen Mitarbeiter profitieren, Du musst sie einfach nur fragen. Das geht sowohl in Einzelgesprächen, als auch mit Evaluierungsbögen, in denen die Mitarbeiter die einzelnen Elemente des Onboardings bewerten und Verbesserungen vorschlagen können. So haben beide Seiten etwas davon.

Fazit

Eigentlich sind die hier genannten sechs Punkte keine besonders große Sache. Doch im stressigen Unternehmensalltag bleibt das ein oder andere nur allzu leicht einmal auf der Strecke. Ich hoffe daher, dass ich Dir mit diesem Beitrag helfen konnte und Deine Onboarding Prozesse in Zukunft noch besser ablaufen!

Liebe Grüße

Lars

Lars Krüger

Author Lars Krüger

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