Kümmern sich Unternehmen zu wenig um neue Mitarbeiter?

Die neue Stepstone-Studie zum Thema Onboarding.

Erinnerst Du Dich an Deinen ersten Arbeitstag? Ich meine jetzt nicht jenen, als Du Dein Unternehmen gestartet hat. Sondern, als Du selbst vielleicht ein Arbeitnehmer warst. Wie war das bei Dir? Waren alle Arbeitsmaterialien startklar? Hat sich der Chef für Dich Zeit genommen? Gab es ein Glas Sekt zur Begrüßung? Ich tippe auf nein, denn eine neue Studie zeigt, dass es bei vielen Unternehmen noch immer an einem guten Onboarding-Prozess mangelt.

Die Probleme sind dabei oft dieselben. Der PC funktioniert nicht, von den neuen Kollegen weiß niemand Bescheid und dein direkter Vorgesetzter lässt sich auch bis nachmittags nicht blicken. Wenn Du, heute als Chef oder Personalverantwortlicher, diese Fehler nicht mehr machen möchtest, dann wird es Zeit, die Einarbeitung in Deiner Firma zu verbessern.

Die Studie

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Studie. In Auftrag gegeben wurde sie von der Online-Stellenbörse Stepstone. In Deutschland wurden 10.000 Fachkräfte und 3.000 Fachkräfte mit Führungsverantwortung befragt, um die aktuelle Situation des Onboardings genauer zu erfassen.

Die Befragten machten Angaben zu ihren eigenen Erfahrungen, welche mich teilweise echt schockierten. So gab beispielsweise jeder Zweite an, dass man sich an seinem ersten Arbeitstag nicht ausreichend Zeit für ihn genommen hatte. Ein No-Go!

Die Zahlen sind ernüchternd: Onboarding läuft noch immer nicht richtig.

Noch schockierender sind folgende zwei Zahlen: bei 15 % der Befragten wusste das Team des neuen Mitarbeiters nicht, dass es Zuwachs bekäme und traurige 4 % gaben an, dass an ihrem ersten Arbeitstag niemand da war, der sich zuständig fühlte.

Die Werte mögen vielleicht überschaubar aussehen, doch es sollte ganz einfach gar nicht vorkommen. Leider zeigt die Studie, dass eine schlechte Kommunikation im Unternehmen kein Einzelfall ist und wir sehen auch, dass dies immer einen schlechten Eindruck beim neuen Mitarbeiter hinterlässt.

Was können Unternehmen daraus lernen?

Zunächst einmal sollte jedem Chef und jedem Personaler klar werden, dass die Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters kein Selbstläufer ist. Es reicht weder, dem Neuen einen Stapel Unterlagen zum Durcharbeiten auf den Schreibtisch zu legen, noch endet die Verantwortung mit der Unterschrift des Arbeitsvertrags. Hier ist deutlich mehr zu leisten, wenn man eine langfristige und produktive Zusammenarbeit erreichen möchte.

Aber auch darüber hinaus läuft noch eine ganze Menge schief, wie ein weiterer Blick in die Studie beweist. Die Befragten gaben zu mehr als ein Drittel an, dass am ersten Arbeitstag wichtige Büromaterialien oder Ähnliches fehlten. Fast zwei Drittel erhielten keine Einarbeitung in Form von einer Lehrveranstaltung, einem gesonderten Meeting oder wenigstens eines Einarbeitungsplans.

Auch hier sollten sich die Unternehmen dringend noch einmal Gedanken machen, denn die Folgen können gravierend sein. Nicht nur, dass neue Mitarbeiter wesentlich länger brauchen, bis sie effektiv arbeiten, sondern auch, dass sie wesentlich häufiger das Unternehmen frühzeitig wieder verlassen. Als gut ausgebildete Fachkräfte finden sie schließlich zahlreiche offene Türen, hinter denen man sich wirklich um sie kümmert.

Fazit

Und genau hier ist die Krux bei der Sache. Eine unzureichende Einarbeitung sorgt für eine höhere Fluktuation. Das kostet am Ende bares Geld und findet sich auch in der Stepstone-Studie. Dort kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass 30 % der Befragten mindestens einmal das neue Unternehmen schon während der Probezeit wieder verlassen haben. Auf der anderen Seite schätzen Personaler diese Absprungrate nur auch 5 %.

Es bleibt unterm Strich die Feststellung, dass Unternehmen viel mehr Energie in einen gesunden Onboarding-Prozess stecken müssen, wenn sie erfolgreich ihre Stellen besetzen wollen. In meinen anderen Beiträgen findest Du daher wertvolle Tipps, die Dir und Deinem Unternehmen dabei helfen. Schau doch einmal rein!

Liebe Grüße

Lars

Lars Krüger

Author Lars Krüger

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