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Onboarding-Buddy

Bei der Einarbeitung hilft ein Onboarding-Buddy

Was ist ein Onboarding-Buddy?

Ein Onboarding-Buddy ist eine erfahrene Kollegin oder ein erfahrener Kollege, der neue Mitarbeitende während der Einarbeitung begleitet. Im Kontext des Onboardings übernimmt der Buddy eine unterstützende Rolle im Arbeitsalltag und hat eine soziale Funktion. Ein Onboarding-Buddy hilft dabei, fachliche, organisatorische und kulturelle Orientierung zu geben. Ziel ist es, neuen Mitarbeitenden den Einstieg zu erleichtern, so dass sie schnell im Unternehmen ankommen und sich wohl fühlen.

Warum ein Onboarding-Buddy sinnvoll ist

Der Einstieg in ein neues Unternehmen ist oft mit vielen Fragen verbunden, die nicht immer formell geklärt werden können. Ein Onboarding-Buddy schließt genau diese Lücke. Er ergänzt formale Prozesse wie Schulungen oder E-Learning-Module durch persönliche Unterstützung und praxisnahe Hilfe.
Unternehmen profitieren davon in mehrfacher Hinsicht:
  • neue Mitarbeitende fühlen sich schneller willkommen
  • Unsicherheiten werden frühzeitig abgebaut
  • die Einarbeitungszeit verkürzt sich
  • die Integration ins Team gelingt nachhaltiger
  • Motivation und Bindung steigen von Beginn an
Gerade in hybriden oder remote Arbeitsmodellen ist ein Onboarding-Buddy ein wichtiger sozialer Anker.

Wie setze ich einen Buddy für das Onboarding im Unternehmen ein?

Der Onboarding-Prozess beginnt semantisch bereits mit „taking someone on board“, also dem An-Bord-Nehmen einer neuen Person. Konkret gliedert sich der Prozess häufig in:
  1. Geeignete Buddys auswählen: Ein Onboarding-Buddy sollte fachlich sicher sein, kommunikativ auftreten und Freude daran haben, Wissen zu teilen. Wichtig ist nicht die Hierarchiestufe, sondern die Nähe zum Arbeitsalltag der neuen Person und eine gute Vernetzung im Unternehmen.
  2. Rolle und Erwartungen klar definieren: Damit ein Buddy effektiv unterstützen kann, sollten Aufgaben klar umrissen sein. Dazu gehören zum Beispiel:
    1. erste Ansprechperson für Fragen im Alltag
    2. Erklärung informeller Abläufe
    3. Unterstützung bei der Orientierung im Team
    4. Begleitung in den ersten Wochen
Der Buddy ersetzt keine Führungskraft und keine fachliche Schulung, sondern ergänzt diese.
  1. Buddy frühzeitig einbinden
    Ideal ist es, den Onboarding-Buddy bereits im Preboarding vorzustellen. So entsteht früh Kontakt und neue Mitarbeitende starten mit einer vertrauten Ansprechperson.
  2. Zeitrahmen festlegen
    Ein Buddy-Einsatz sollte zeitlich begrenzt sein, etwa auf die ersten vier bis zwölf Wochen. Das schafft Verbindlichkeit und klare Strukturen für beide Seiten.
  3. Buddy mit Informationen ausstatten
    HR sollte Buddys mit relevanten Informationen versorgen, etwa Checklisten, Onboarding-Plänen oder Lerninhalten aus dem Lernmanagementsystem. So bleibt die Begleitung konsistent und zielgerichtet.

Der Onboarding-Buddy im Zusammenspiel mit digitalem Lernen

Ein strukturierter Onboarding-Prozess kombiniert persönliche Begleitung mit digitalen Lernangeboten. Während E-Learning-Module Wissen standardisiert vermitteln, hilft der Onboarding-Buddy bei der Einordnung in den Arbeitsalltag.
Typische Kombinationen:
  • Online-Schulungen zu Prozessen im Team oder Unternehmen und Buddy für Rückfragen
  • Lernmanagementsystem für Pflichtinhalte und Buddy für Praxisbeispiele
  • Digitale Checklisten für die ersten Aufgaben und persönliche Begleitung im Team
So entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Selbstlernen und persönlichem Austausch.

Rolle von HR beim Onboarding-Buddyprogramm

HR übernimmt die strategische Steuerung des Konzepts. Dazu gehören:
  • Definition des Buddyprogramms
  • Auswahl und Vorbereitung geeigneter Buddys
  • Abstimmung mit Führungskräften
  • Integration in Onboarding- und Lernprozesse
  • Evaluation der Wirksamkeit

Wie gelingt ein erfolgreiches Onboarding mit einem Buddyprogramm?

Typische Herausforderungen beim Einsatz eines Onboarding-Buddys sind Zeitmangel, unklare Rollen oder fehlende Abstimmung mit HR. Erfolgreich ist das Modell vor allem dann, wenn:
  • Buddys freiwillig und motiviert sind, ihr Einsatz belohnt wird
  • Erwartungen und Aufgaben sowie Benefits der Rolle transparent kommuniziert werden
  • die Rolle organisatorisch unterstützt wird
  • das Modell Teil eines gut strukturierten Einarbeitungsprozesses ist
Ein Onboarding-Buddy ist ein wirkungsvolles Instrument, um neue Mitarbeitende sicher, strukturiert und menschlich ins Unternehmen zu integrieren. Richtig eingesetzt, ergänzt er digitale Lernangebote und formale Prozesse optimal. Unternehmen, die ein Buddy-Modell gezielt im Onboarding verankern, schaffen einen positiven Start, fördern Bindung und legen den Grundstein für langfristigen Erfolg.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Onboarding-Buddy

Was ist ein Onboarding-Buddy?

Ein Onboarding-Buddy begleitet neue Mitarbeitende während der Einarbeitung und unterstützt sie im Arbeitsalltag als persönliche Ansprechperson.

Wie unterscheidet sich ein Onboarding-Buddy von einer Führungskraft?

Der Buddy unterstützt informell und praxisnah, während Führungskräfte für Zielsetzung, Leistung und fachliche Verantwortung zuständig sind.

Wie lange sollte ein Onboarding-Buddy begleiten?

In der Regel zwischen vier und zwölf Wochen, abhängig von Rolle, Komplexität der Aufgaben und Unternehmensgröße.

Wie kann HR ein Buddyprogramm im Onboarding umsetzen?

Durch klare Rollenbeschreibungen, passende Auswahl der Buddys, Integration in Onboarding-Pläne, Unterstützung innerhalb des Unternehmens und begleitende digitale Lernangebote.

Ist ein Onboarding-Buddy auch bei Remote-Onboarding sinnvoll?

Ja, auch bei Remote- oder hybriden Arbeitsmodellen hilft ein Buddy, soziale Nähe aufzubauen und Orientierung zu geben.

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